Im Testbericht: 5 Anfänger-Nähmaschinen für ein geringes Budget

1: Singer 2250 Nähmaschine

Singer 2250 Naehmaschine Die Singer 2250 Tradition Nähmaschine eignet sich besonders für Anfänger. Die Nähergebnisse erweisen sich als ordentlich. Der Stofftransport wird bei schmalen Stichen jedoch ein wenig problematisch. Die Singer 2250 Tradition, besticht durch das ausgezeichnete Preis/Leistungsverhältnis. Dieses Gerät verfügt über alle wichtigen Funktionen, die man für Arbeiten im Alltag benötigt.

Geliefert wird die Nähmaschine mit einem umfangreichen Zubehör

Vorteile:

  • 19 Nähprogramme
  • Vielfältige Einstellmöglichkeiten
  • Besonders geeignet für Näh-Anfänger
  • Knopflochautomatik (4-Schritt)
  • Einfädelhilfe

Nachteile:

  • Nur bedingt geeignet für komplizierte Nähprojekte

2: Singer Mercury 8280

Singer Mercury 8280

Die Singer Mercury 8280 Nutznaht-Nähmaschine und eignet sich ausgezeichnet für Einsteiger. Bei diesem Gerät sind aber keinerlei Raffinessen wie z.B. eine Displayanzeige oder andere Funktionen zu finden. Eine solide Verarbeitung verhindert das Wackeln beim Nähen. Säumen und Stopfen ist mit dieser Nähmaschine kein Problem. Für Anfänger ist dieses Gerät sehr zu empfehlen. Die Schnappfußautomatik ermöglicht einen schnellen Wechsel der Nähfüßchen.

Im Lieferumfang sind zahlreiche Nähfüßchen, sowie diverses Zubehör enthalten

Vorteile:

  • CB- Greifer System
  • Rückwärtsnähtaste
  • Faden-Abschneider
  • Schnappfußautomatik
  • Praktische Stichanwahl
  • 13 Stichprogramme

Nachteile:

  • keine Einfädelhilfe

3:  W6 Nähmaschine N 1615

W6 Nähmaschine N 1615

W6 Nähmaschine N 1615 Freiarm Super Nutzstich-Nähmaschine besticht durch Spitzenqualität aus der W6 Baureihe und ist für Näh-Anfänger ausreichend bestückt. Zudem noch eine Wertarbeit mit 10 Jahren Garantie. Die Nähmaschine hat ausreichende 15 Nähprogramme. Die 4 Schritt Knopflochautomatik für einfaches Nähen von Knopflöchern in verschiedenen Größen ist besonders hilfreich. Auch besonders dicke Stoffe sind überhaupt kein Problem mehr. Diese Maschine verfügt sogar über einen Overlock Stich.

Die praktische Staubschutzhülle sowie zahlreiche Füßchen, bis hin zu Garnrollkappen sind im umfangreichen Lieferumfang enthalten.

Vorteile:

  • 2 Nadelpositionen können eingestellt werden
  • 15 Stich-Programme
  • Verfügt über eine hilfreiche 4-Schritt-Knopflochautomatik
  • Einfaches Knopflochnähen in verschiedenen Größen
  • Variable Stichlängenverstellung
  • stufenlose Stichlängenverstellung bis zu 4mm
  • 2-stufiger Lüfter Hebel für besonders dicke Stoffe
  • Nähen mit Zwillingsnadel ist möglich

Nachteile:

  • keine Einfädelhilfe
  • Stichbreite begrenzt variierbar
  • keine Zierstiche

4: W6 Nähmaschine N 1235/61

W6 Naehmaschine N 1235-61

Die 10 Jahre Garantie sind auch hier wieder unschlagbar und ist die perfekte Einsteigermaschine. Die W6 Nutzstich Nähmaschine N 1235/61 liegt nur knapp hinter seinem Konkurrenten. 23 Nähprogramme verfügen über Zickzackstiche, Dessous-Stiche, Overlock-Stiche und vieles mehr. Die Maschine ist solide verarbeitet. Zur Hilfestellung wurde eine Näheinfädelhilfe eingebaut. Die Bedienungsanleitung ist umfangreich und leicht verständlich.  Im Lieferumfang ist zahlreiches Zubehör enthalten.

Vorteile:

  • Eingebauter Nadeleinfädler
  • 4-Schritt-Knopflochautomatik
  • Variable Stichlängen- und Breitenverstellung
  • Abnehmbarer Freiarm Tisch
  • 23 Nähprogramme
  • Nähfußdruck über Feder angepasst
  • Nähen mit der Zwillingsnadel möglich

Nachteile:

  • Beleuchtung nicht ausschaltbar
  • Nähfuß-Hebel ungünstig angeordnet

5: W6 N 1800 – Nähmaschinen im Test

W6 N 1800 - Naehmaschinen im Test

Ein sehr günstiges Einsteigermodell mit sehr gutem Preis-Leistungsverhältnis. Wie auch seine Konkurrenz, punktet diese Nähmaschine mit 10 Jahren Garantie. Eine Overlock Naht und eine normale Naht sind in nur einem Arbeitsgang möglich. Mit einer Zwillingsnadel lassen sich sehr schöne Ziernähte fertigen. Die Maschine weist einen ruhigen und runden Lauf auf. Die Maximalgeschwindigkeit mit 860 Stiche/Minute bewerkstelligt ein zügiges Nähen.

Im Lieferumfang sind ein Standard-Zickzackfuß, Blindstickfuß, Reißverschlussfuß, 5 Kunststoffspulen  4 Nadeln und noch vieles mehr enthalten.

Vorteile:

  • Günstiger Preis
  • Knopflochautomatik
  • 15 Nähprogramme
  • Gute Verarbeitung
  • Einfache Bedienung
  • Overlockstich
  • Schnelleinfädelung

Nachteile:

  • Kein Fadenabschneider

6 Tipps: Darauf musst Du bei Nähmaschinen achten

1. Nähqualität: Was macht die Nähqualität aus?

Die Naht zu beurteilen liegt meistens im Auge des Betrachters. In vielen Fällen kann man keinen Unterschied der Naht zwischen sehr teuren Nähmaschine und einer preiswerten Maschine feststellen.  Bei den meisten Modellen der Markenhersteller kann man die Spannung der Naht gut verstellen, um diese zu verändern bzw. auf die eigenen Bedürfnisse anzupassen.

Die Qualitätsunterschiede lassen sich jedoch am leichtesten beurteilen, wenn mehrere Maschinen getestet werden und man vor Ort einen Geradstich ausprobiert hat. Bei diesem Stich ist wenig Spielraum für Fehler, da diese auf Anhieb erkannt werden würde.

2. Der Nähfuß

Egal ob Anfänger, Fortgeschritten oder sogar Experte… das Nähen erfordert einen qualitativen Nähfuß, damit das Ziel der Zufriedenheit erreicht wird. Die Größe des Nähfußes und die Beweglichkeit sind ausschlaggebend. Insbesondere sollte darauf geachtet werden, wie weit sich der Nähfuß anheben lässt. Der gewünschte Stoff sollte verarbeitet werden können. Gerade für Anfänger ist ein Obertransportfuß eine wünschenswerte und sinnvolle Investition, da dieser das Verrutschen des Stoffes zudem noch verhindert.

3. Unterschiedliche Sticharten

Für ein gutes Gerät ist es natürlich unabdingbar, dass es über verschiedene Sticharten verfügt. Geradstich, Zick – Zack Stich, Knopflochstich und der Steppstich sind die gängigsten Sticharten. Diese sollten auch unbedingt vorhanden sein, um normale Näharbeiten im Haushalt bewerkstelligen zu können.

4. Betriebsgeräusch

Beim Kauf der Nähmaschine darauf achten, dass das Gerät ein angenehmes Betriebsgeräusch aufweist. Es kann mit der Zeit unangenehm werden, wenn die Nähmaschine während des ganzen Nähvorgangs laut dahin rattert und man Ohrstöpseln benötigt.

5. Für was wird die Nähmaschine benötigt? Verwendungszweck

Der Verwendungszweck ist beim Kauf einer Nähmaschine eines der wichtigsten Kriterien. Man solle sich bewusst sein, ob die Nähmaschine für als Anfänger oder als Profi benötigt wird und welche Arbeiten man damit erledigen möchte. Daher sollte vor dem Kauf sehr genau überlegt werden, welche Näharbeiten man gerne vollbringen möchte und wofür genau man eine Nähmaschine benötigt.

Um jedoch herauszufinden welche für sich selbst die „die beste Nähmaschine“ ist, sollten zusammenfassend folgende Kriterien beachtet werden.

  • Qualität der Maschine insgesamt
  • Preis
  • Wertigkeit
  • Service
  • Verlässlichkeit
  • Langlebigkeit
  • Betriebslautstärke
  • Gleichstrom/Wechselstrom
  • Garantiezeit
  • übersichtliche Bedienung/ leicht verständliche Gebrauchsanweisung
  • leicht einzufädeln
  • gute Ausleuchtung des Nähbereiches
  • zuverlässiges Stichbild auch bei unterschiedlichen Stoffen

Details, die das Nähen vereinfachen, aber nicht unbedingt erforderlich sind:

  • Fadeneinfädler
  • Fadenabschneider
  • größere Auswahl an Zierstichen
  • Kniehebel
  • Obertransport
  • automatische Verriegelung am Ende der Naht
  • umfangreiches Füßchensortiment für die Erleichterung diverser Arbeiten.

Die zukünftige Maschine soll natürlich mit Qualität überzeugen können. Das Qualität seinen Preis hat, muss auch jedem einzelnen bewusst sein. Günstige Einsteigermodelle sind aber schon überall zu finden.

Zwar ist die Kraft einer Nähmaschine ein nicht außer Acht zu lassendes Qualitätsmerkmal, trotzdem ist nicht alleine die Watt-Anzahl entscheidend. Die Übersetzung und die Art des Motors (Gleichstrom/Wechselstrom) sind von sehr großer Relevanz.

Eine gute Beleuchtung ist bei Näharbeiten von sehr großem Vorteil. Auch die Garantiezeit spielt eine beachtliche Rolle. Oftmals gibt es sehr lange Garantiezeiten auf die Nähmaschine, welche dem Nutzer zu Gute kommt.

Eine schlechte Nähmaschine führt immer zu ungleichmäßigen Nähergebnissen. Man beginnt an sich selbst und den eigenen Fähigkeiten zu zweifeln, doch in Wirklichkeit ist die Maschine einfach nur unzureichend. Daher kommt Qualität vor Quantität und sollte den jeweiligen Bedürfnissen des einzelnen Nutzers entsprechen.

Die eigene Nähmaschine in wenigen Schritten reinigen

Eine gründliche Reinigung ist nicht nach jeder Verwendung der Nähmaschine erforderlich.  Benutzen Sie das Gerät sehr häufig, empfiehlt sich eine gründliche Reinigung alle ein bis zwei Monate. Benutzen Sie die Maschine jedoch sehr selten, können Sie diese ein bis zweimal im Jahr reinigen.

Damit Sie möglichst lange mit Ihrer Nähmaschine arbeiten können und sich an Ihrer Langlebigkeit auch weiterhin erfreuen, ist es unbedingt notwendig, das Gerät regelmäßig zu pflegen, zu reinigen und zu ölen. Hier sind einige Tipps, um Ihnen die Reinigung der Maschine verständlich näherzubringen:

1: Das Öffnen der Maschine

Dieser Schritt erfordert etwas Übung. Beim ersten Mal der Reinigung ist es empfehlenswert die  Bedienungsanleitung durchzulesen, damit Sie genau wissen, wo sich was auf dem Gerät befindet.

Wenn Sie sich mit Ihrer Nähmaschine bereits vertraut gemacht haben, dann entfernen Sie die Greiferabdeckung. Diese ist meist ein einfacher Plastik-Deckel. Schrauben Sie die Stichplatte ab und entfernen Sie den Spulenhalter.

Achtung: Bitte die Position des Spulenhalters genau merken, denn die Ausrichtung der Spule muss anschließend genauso wieder eingefügt werden. Um eine leichtere Reinigung zu bewerkstelligen, empfehlen wir Ihnen zusätzlich den Nähfuß und die Nadel zu entfernen.

2: Die Reinigung

Entfernen Sie den groben Staub mit Hilfe eines Staubsaugers. Dazu brauchen Sie einen speziellen Aufsatz, damit Sie auch in die kleinen Ecken und Kanten kommen.

Anschließend können Sie mit Wattestäbchen oder Pinseln die Öffnungen reinigen. Die Öffnungen können Sie auch alternativ mit Druckluftspray durchpusten, welches die Reinigung erleichtert. Es ist wichtig, dass der ganze Staub so gut wie möglich entfernt wird, damit das Ölen im Anschluss ohne Probleme durchgeführt werden kann.

3: Die Nähmaschine ölen

Nachdem der Staub nun entfernt wurde, muss die Feinmechanik wieder geölt werden.  Zum Ölen sollten Sie auf jeden Fall bitte ein spezielles Nähmaschinenöl verwenden und kein Speiseöl. Oft ist es im Lieferumfang bereits enthalten. Alternativ ist so ein Öl im Fachladen erhältlich. Die Nähmaschinen für Anfänger gibt es hier.

Zum Ölen geben Sie bitte nur einen Tropen in die Mitte der Greiferlaufbahn. Ein zweites Tröpfchen sollten Sie demnach zusätzlich auf die Nadelstange träufeln. Bewegen Sie nun die Nadel rauf und runter. Aber bitte achten Sie darauf, wirklich nur ein bis zwei Tropen in die Nähmaschine beizugeben, denn zu viel kann auch schädlich sein.

 4: Wieder Zusammenbauen

Schließlich bauen Sie das Gerät nach dem ganzen Vorgang wieder in umgekehrter Reihenfolge zusammen. Achten Sie bitte darauf, dass alles wieder genauso eingebaut wird wie vorher. Danach bitte umgehend mit einem Reststoff sofort eine Probenähung durchführen, damit eventuelle Restbestände vom Nähmaschinen Ölen nicht den eigentlichen Stoff beschmutzen.

4.Zusammenfassung:

Die Einzelteile der Nähmaschine werden in folgender Reihenfolge entfernt:

  • Greifabdeckung
  • Stichplatte
  • Spulenhalter
  • Nähfuß
  • Nadel

Reinigungsmittel:

  • Entfernen Sie groben Schmutz mit einem Staubtuch oder einem Hand Staubsauger
  • Reinigen Sie große Flächen bitte mit einem feuchten Tuch
  • Reinigen Sie Ecken und kleine Öffnungen mit einem Pinsel oder Wattestäbchen
  • Nutzen Sie hierfür alternativ Druckluftspray

Durch die Säuberung der Nähmaschine ist eine längere Haltbarkeit des Gerätes gewährleistet und es ist ein geringer Aufwand, der sich lohnt. Das Nähen macht mit einem intakten Modell sicherlich viel mehr Spaß.